Selbsterfahrungsprozess Kreativität

papier geknüllt papiergitter

Bereits in frühen Schöpfungsmythen entsteht Kreativität* (lat. creare = etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas herstellen) immer in einem Kampf zwischen Ordnung und Chaos, zwischen konstruktiven und destruktiven Kräften. Begreift man Ordnung als ein fest gefügtes Muster/System, dann schafft nur das Durcheinanderbringen (Chaos) dieser alten, sicheren Ordnung neue Möglichkeitsräume, die sich letztlich dann wieder zu einem neuen Ordnungssystem zusammenfinden! Diese ambivalente Dynamik beschreibt den kreativen Prozess oder allgemeiner den schöpferischen Erneuerungsprozess.

Im Selbsterfahrungsprozess kann der/die angehende KreativitätstrainerIn einen ähnlichen Erneuerungsprozess durchleben: In einer unbekannten Gruppe jenseits des bekannten Alltags wird die Selbst- und Fremdwahrnehmung angeregt, befragt und geschärft, und zwar durch die intensive Auseinandersetzung mit

  • den eigenen bekannten und z. T. unbekannten Gewohnheits- und Denkmustern
    ( = Ordnung)
  • in Beziehung mit den anderen Gruppenteilnehmern und durch die auftauchenden Spuren des Unbewussten in den eigenen und fremden Bildern und Gestaltungen
    (= Chaos)

Im Selbsterfahrungsprozess sind wesentliche Komponenten (s. u.) enthalten, die auch dem kreativen Prozess eigen sind, weshalb er die Ausgangsbasis für das Kreativitätstraining bildet.

Unserem Verständnis nach handelt es sich bei dem kreativen Prozess um einen Weg, auf dem auch durch Krisen, Scheitern und Grenzüberschreitungen bzw. dem Zerstören von Gewohnheitsmustern eigene Ressourcen bzw. Potenziale freigelegt werden können.

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