Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Nietzsche

Studieninhalte Kreativitätstraining

Nach dem Verständnis neuerer Kreativitätstheorien besteht Kreativität in der Neukombination von Informationen. Es geht um die Fähigkeit, die Lücke zwischen nicht sinnvoll miteinander verbundenen oder nicht logisch aufeinander bezogenen Gegebenheiten auszufüllen, und zwar durch die Herstellung von Sinnbezügen (freie Assoziation) mit bereits Bekanntem in spielerischen Prozessen (Gedankenspiele/Fantasie).
Die Anwendung der erworbenen Fähigkeiten auf ein neues Problem wird gemeinhin als kreativer Prozess bezeichnet.

Der kreative Prozess basiert auf einem flüssigen Denken und freier Assoziation. und ist darüber hinaus durch einen besonderen Bewusstseinszustand (= floating / flow) gekennzeichnet, der sowohl konzentriert als auch dissoziativ ist und der einer Versunkenheit im Spiel ähnelt.

Der kreative Prozess ist ein abenteuerlicher Weg, auf dem gerade durch Krisen, Scheitern, Grenzüberschreitungen und dem Zerstören von Gewohnheitsmustern eigene Ressourcen bzw. Potenziale freigelegt werden können.

Voraussetzungen sind dafür:

  • Neugier, Offenheit und Frustrationstoleranz
  • Ertragen von Ambivalenzen, Unsicherheiten, Mehrdeutigkeiten
  • Durchhaltevermögen/Ausdauer
  • Widerstandsfähigkeit
  • Wahrnehmungssensibilisierung
  • Selbst-Bewusstsein
  • Erlernen von Achtsamkeit
  • Konzept von der Konzeptlosigkeit
  • bewertungsfreie Zone des Handelns und Denkens

d.h. es gilt die normierenden Funktionen des Verstandes/der Vernunft ausschließen zu lernen ...*

  • Der Soziologe Luhmann zeigt auf, dass wir noch immer im Bann der Tradition stehen, die den Aufbau psychischer Fähigkeiten arrangiert hat und dabei der „Sinnlichkeit“, das heißt dem Wahrnehmen, eine eher niedere Position zugewiesen hat im Vergleich zu den höheren, reflektierenden Funktionen des Verstandes und der Vernunft.

Behinderungen/Blockaden für den kreativen Prozess sind dagegen:

  • ein zu hohes Maß an Zielorientierung/Lösungswegfixierung
  • Angst vor Fehlern
  • Leistungsdruck, Perfektion
  • Bewertungen/Denkverbote ( = Die Schere im Kopf/Das macht man nicht!)

Die Dynamik solcher Kreativprozesse sind sowohl in Gruppen ( Ich bin gut – wir sind besser! Zit. Olaf-Axel Burow) als auch individuell erlebbar, denn Kreativität entspringt dem menschlichen Bedürfnis, sich zu erneuern.

Das Curriculum „Kreativitätstraining“ bildet die Teilnehmenden aus und stärkt in

  • persönlicher, sozialer und künstlerischer Kompetenz
  • der Leitungskompetenz von Gruppen und Teams
  • der Kompetenz, Projekte selbstständig zu realisieren

Voraussetzung

Vorausgesetzt werden Frustrationstoleranz, Neugier und Offenheit. Es gibt keine Altersbegrenzung.

Weitere Informationen über den Ausbildungsverlauf)


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